wer einen Garten hat, kennt das Gefühl: Man ist nie fertig. Der Rasen muss gemäht werden, der Giersch macht sich schon wieder breit, der Fahrradschuppen bräuchte einen neuen Anstrich und das Beet direkt neben dem Hauseingang sollte längst
ein Rosenparadies sein. Aber halt! Vergessen wir nicht viel zu oft, unseren Garten zu genießen? Bei einer Untersuchung des Instituts Rheingold Salon kam heraus, dass es mehr als der Hälfte der Befragten schwer fällt, loszulassen, alles um sich herum zu vergessen. Das ist schade. Sommer ist die schönste Zeit, die Seele baumeln zu lassen. Leserin Marie Luise Wilde aus Herne stellt uns ihren Garten vor. Er ist nicht groß, gerade 300 Quadratmeter sind es. Und doch: Fünf Sitzecken hat sie
eingerichtet. Eine „Philosophenbank“ für die großen Gedanken, eine gemütliche Tischrunde für den Kaffee am Nachmittag, ein schattiges Plätzchen, von dem aus sie die Wunder ihres Gartens entdecken kann. Denn das ist es doch eigentlich, wofür wir all die Stunden schuften. Legen Sie den Spaten zur Seite und gönnen Sie sich die Zeit, gar nichts zu tun. Bewundern Sie die Blumenpracht, die Sie geschaffen haben. Staunen Sie über die Besucher in Ihrem Garten: Schmetterlinge, Bienen und Vögel. Lassen Sie sich von einem Sonnenstrahl kitzeln und atmen Sie den Duft einer Rose. Oder suchen Sie sich ein lauschiges Plätzchen, nehmen Sie den LANDSPIEGEL mit und genießen Sie einfach die schönen Geschichten über Gärten, Landschaften, Blumen und Kunsthandwerk.